Caroline H. ist knapp volljährig, als sie ihre ersten Kleindelikte begeht. Sie schlitzt Autoreifen auf und stiehlt Portemonnaies, legt erste Brände. Schon zu dieser Zeit äussert sie Gewaltfantasien, droht Menschen zu verletzen, sie gar zu töten. 1991 begeht sie ihren ersten Mord – den Mord im Parkhaus Urania. Ihrer Aussage zufolge habe sie das «Klackern der Absatzschuhe» in Rage versetzt – und sie wollte die Frau erschrecken.
Nach ihrer Festnahme wird Caroline H. als gefährlich und untherapierbar eingestuft. Sie erhält vor Gericht eine lebenslängliche Freiheitsstrafe und anschliessende Verwahrung. Dafür wird sie in der JVA Hindelbank, dem Frauengefängnis, untergebracht.
Eine Täterin mit brutalen Gewaltfantasien gegenüber Frauen, in einem Gefängnis voller Frauen. Wie wird so jemand untergebracht? Wie sieht Caroline H.’s Alltag aus? Und was passiert als sie nach mehreren Jahren im Gefängnis ihr Geständnis plötzlich widerruft?
In der zweiten von drei Folgen zum Fall rekonstruiert Liliane Minor, Redaktorin im Ressort Zürich und Gerichtsreporterin des «Tages-Anzeigers», die Vorgeschichte von Caroline H. Die Expertin und forensische Psychologin May Beyli ordnet ein, was ihre psychische Erkrankung bedeutet und welche Auswirkungen eine jahrelange Isolation haben kann.
Gast: Liliane Minor
Host: Sara Spreiter
Skript: Jacky Wechsler, Sara Spreiter
Schnitt und Produktion: Jacky Wechsler
Expertin: Forensische Psychologin May Beyli
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