
31 | Der Löwe von Aspern: Erinnerung, Mythos und Napoleons Schatten über Wien
Grätzlgeschichten
Der sogenannte Löwe von Aspern erinnert an eine der blutigsten und zugleich symbolträchtigsten Schlachten der napoleonischen Kriege: die Schlacht von Aspern-Essling im Mai 1809, in der das österreichische Heer erstmals Napoleon besiegen konnte. Doch das Denkmal zeigt keinen triumphierenden Sieger, sondern einen sterbenden Löwen – ein bewusst gewähltes Bild für die enormen Verluste und die Ambivalenz dieses „Sieges“.
In dieser Folge der Grätzlgeschichten nehmen Andreas und Walter dieses Denkmal im 22. Bezirk zum Ausgangspunkt für eine Reise durch eine Zeit tiefgreifender Umbrüche. Sie sprechen über die militärischen Reformen unter Erzherzog Karl, die Herausforderungen der Habsburgermonarchie im Spannungsfeld zwischen Stillstand und Modernisierung sowie über die neuen Formen der Kriegsführung, die mit der Französischen Revolution und Napoleon Europa veränderten.
Darüber hinaus werfen sie einen Blick auf das Leben in Wien während der napoleonischen Besatzung: zwischen anfänglicher Faszination, wirtschaftlicher Not, kulturellem Einfluss und wachsendem Widerstand. Schließlich geht es auch um die Frage, warum der Löwe von Aspern erst Jahrzehnte später errichtet wurde – und wie Denkmäler genutzt werden, um Geschichte zu deuten, Patriotismus zu formen und kollektive Erinnerung zu prägen.
Mehr Wiener Geschichte findet ihr im Wien Geschichte Wiki. Andreas und Walter könnt ihr außerdem in der Geschichtsgreißlerei hören.
Wir freuen uns, wenn ihr der Stadt Wien auf Social Media folgt:
- FacebookTwitter/XInstagramLinked inTikTokYouTube
Habt ihr Feedback ? Schreibt uns an podcast(at)ma53.wien.gv.at und abonniert den Podcast für mehr spannende Wiener Stadtgeschichten.