
Dieser Film ist eine der großen Überraschungen des Kinojahres. 90 intensive Minuten, die mitreißen, wütend machen und begreifen lassen. Der deutsche Film „Ich verstehe ihren Unmut“ wirkt auf den ersten Blick wie ein Dokumentarfilm, ist jedoch keiner: Gezeigt wird die Arbeit von Gebäudereinigern und Raumpflegern, im Mittelpunkt steht die Objektleiterin Heike, die auf die 60 zugeht und in einer Mittlerposition zwischen Chef, Mitarbeitern und Kunden steht. Ihr bürdet man die Quadratur des Kreises auf. Mit Heike und den Kameramännern Frederik Seeberg und Louis Dickhaut hasten wir durch Gänge, schleppen uns Treppen hinauf oder verweilen wir in kleinen Pausenräumen. Regisseur Kilian Armando Friedrich entscheidet sich mit seinem Film „Ich verstehe ihren Unmut“ für einen verdichteten Realismus, der empathisch und analytisch zugleich ist. Dabei erleben wir ein schauspielerisches Wunder: Heike wird von Sabina Thalau gespielt, die keine Schauspielerin, sondern Objektleiterin ist. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse!
Literatur:
Jana Costas: Im Minus-Bereich. Reinigungskräfte und ihr Kampf um Würde. Suhrkamp.
Das Buch „Selbst schuld“, das ich mitherausgegeben habe, ist jetzt auch als Taschenbuch erschienen: https://shop.autorenwelt.de/products/selbst-schuld?
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