Yayoi Kusama verzaubert Punkt für Punkt die ganze Welt
04 March 2026

Yayoi Kusama verzaubert Punkt für Punkt die ganze Welt

Augen zu

About
Schon ihr allererstes Selbstbildnis mit zehn Jahren ist von jenem
Stilmerkmal überzogen, das ihr ganzes Leben und Werk überstrahlen wird:
Den Punkten. Ihnen bleibt sie treu - und sich selbst. Ganz früh findet
Yayoi Kusama in der Kunst ein Mittel, der Halluzinationen und inneren
Dämonen Herr zu werden. Erst in Japan und dann, ab 1957, in New York.
Früh lernt sie dort Andy Warhol kennen, Donald Judd und Joseph Cornell -
alle erkennen ihr unnachahmliches Talent. In der neuesten Folge von
Augen zu, dem Kunstpodcast der ZEIT, erzählen Florian Illies und
Giovanni di Lorenzo von Kusamas wilden Jahren in Amerika, als sie zu
einer Pionierin der Performance-Kunst und der Happenings wird.
1977 dann kehrt sie nach Japan zurück und weist sich selbst in eine
psychiatrische Klinik ein, in der sie bis heute lebt. Und zugleich
überzieht sie ihre Leinwände und Skulpturen, vor allem ihre bekannten
Kürbisse, mit ihren berühmten Punkten und Netzen. Alles verknüpft sie so
mit allem, von einer großen Liebe zur Ganzheitlichkeit getrieben. Nach
langen Jahren der Vergessenheit ist Kusama zurzeit die bekannteste
Künstlerin der Gegenwart. Das Museum Ludwig in Köln lädt ab März dazu
ein, dieses gepunktete Universum zu entdecken.

Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de.

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