Wohnungskrise in Spanien: Eine Rentnerin wird zum Symbol des Widerstands
Apropos – der tägliche Podcast
Weinend sitzt Maricarmen Abascal in ihrer Wohnung, in der sie 70 Jahre lang gelebt hat. Vergangenen Mittwoch wurde sie von der Polizei aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt. Ihr Bild ging um die Welt – und löste eine gewaltige Protestwelle aus.
Zehntausende gingen in Madrid auf die Strasse und Maricarmen Abascal wurde zum Symbol des Widerstands gegen eine wachsende Wohnungskrise. In vielen spanischen Städten steigen Mieten und Immobilienpreise rasant – auch wegen Ferienwohnungen und Tourismus. Heute Freitag kommt es gar zu einer Sondersession, in der das Parlament über Massnahmen diskutiert.
Was ist da los in Spanien? Was fordern die Menschen? Und wie geht es für Maricarmen Abascal weiter?
Antworten auf diese Fragen kennt Patrick Illinger, Spanienkorrespondent der «Süddeutschen Zeitung» und des Tages-Anzeigers. Er hat die Geschichte von Maricarmen Abascal und deren politischen Folgen nachgezeichnet. In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» erzählt er davon.
Host: Alexandra Aregger
Produzentin: Jacky Wechsler
Hier der Artikel von Patrick Illinger zu Maricarmens Zwangsräumung: «Ich habe es nicht geschafft, mein Heim zu verteidigen»: Das Schicksal einer 87-Jährigen bewegt Spanien
Mehr zum Fall Maricarmen Abascal:
- Nach Empörung im Fall Maricarmen stärkt die Regierung den MieterschutzBeim Wohnungsstreit um die spanische Rentnerin kommt es zur WendeProteste zeigten Wirkung: 87-Jährige darf in ihre Wohnung zurück
Zusatz:
Kurz nachdem Maricarmen Abascal in ihre Wohnung zurückkehren konnte, ist die 87-Jährige am Mittwoch, dem 7. Oktober 2026 verstorben. Weitere Infos dazu gibt es hier.
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