Heineken-Tochter: Sie litt an Magersucht und geriet an eine dubiose «Star-Heilerin»
Apropos – der tägliche Podcast
Isabella wächst in einer der reichsten Familien Europas auf, der Familie Heineken. Doch sie hat eine schwierige Kindheit. Schon als Jugendliche leidet Isabella unter einer Essstörung. Mit 15 ist sie schwer magersüchtig und kommt in eine Klinik.
Obwohl viele Menschen an dieser komplexen Krankheit leiden, weiss die Medizin bis heute erstaunlich wenig über ihre Ursachen. Dabei zählt Anorexie zu den tödlichsten psychiatrischen Diagnosen.
In den Neunzigerjahren setzten Familien von Betroffenen grosse Hoffnung in die damalige Star-Heilerin Peggy Claude-Pierre, kurz Peggy. Die Therapeutin hat Wurzeln in der Schweiz und wurde weltweit für ihre Methoden gefeiert. Sie behauptete, Magersüchtige allein mit bedingungsloser Liebe heilen zu können.
Doch mit den Jahren wurden kritische Stimmen lauter. Ehemalige Patientinnen machten öffentlich, wie sie in den Kliniken isoliert und kontrolliert wurden – und teilweise mit Gewalt zum Essen gezwungen wurden. Auch Isabella litt jahrelang unter der Zeit bei Peggy.
Was hat Isabella damals erlebt? Warum war das Vertrauen in Peggy so gross? Und weshalb ist die Medizin im Kampf gegen Magersucht noch immer so ohnmächtig?
Sylvain Besson, Reporter vom Recherchedesk, hat gemeinsam mit Barbara Achermann, stellvertretende Chefredaktorin von «Das Magazin», Isabellas Leidensweg recherchiert und aufgeschrieben. In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» erzählt Besson ihre Geschichte und wie sie sich von Peggy Claude-Pierre lösen konnte.
Host: Alexandra Aregger
Produktion: Sybille Hartmann und Sara Spreiter
Die Geschichte von Isabella aufgeschrieben von Sylvain Besson und Barbara Achermann: Die Heineken-Erbin in den Fängen einer Promi-Heilerin: «Ich musste sie Mama nennen»
Hilfe bei Anorexie:
Bei Magersucht, Bulimie und anderen Essstörungen wenden Sie sich an:
- die Dargebotene Hand (Telefon 143);Pro Juventute (Telefon 147);das Zentrum für Essstörungen der Universität Zürich (Telefon +41 44 255 52 80, E-Mail: psy.info@usz.ch).
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